Vixen VMC200L – der Neue

Lange wars ruhig im Sternenalbum. Das hatte diverse Gründe. Aber vor zwei Wochen hab ich zugeschlagen und mir ein Teleskop zugelegt, auf das ich schon seit einem Jahr scharf bin. Es handelt sich dabei um ein Vixen VMC200L.

Das VMC 200L ist ein Maksutov-Cassegrain Spiegelteleskop, dessen Haupteinsatzbereich der Mond und die Planeten sind. Mit einer Brennweite von 1950mm und einem Durchmesser von 200mm gehört es in die Klasse der langbrennweitigen Geräte, und genau ein ebensolches brauchte ich noch. Eine Bildverzerrung wird durch einen Meniskus-Korrektor vor dem Sekundärspiegel reduziert. Der Lichtweg durch das Teleskop wird in dieser Abbildung deutlich:

Quelle: http://www.vixenoptics.com

Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Schmidt-Cassegrains bietet dieses Teleskop für mich zwei Vorteile:

1. offenes System, hat keine vorne abschliessende Korrektorplatte und kühlt wesentlich schneller aus.
2. „Spiegelshifting“ tritt hier bauartbedingt nicht auf, da der Hauptspiegel da bleibt wo er soll.
3. mir kommt eben nix mehr von Celestron ins Haus. (sieh CAM Montierung). Sturschädel? Yap!

Das Gerät wurde günstig erworben, die Verarbeitung ist phänomenal, es wurde in Japan gefertigt. Ein beleuchteter 8×50 Sucher war ebenso dabei wir ein praktischer Tragegriff. Mit nur 5,9kg kommt es leicht daher und weist trotzdem eine hervorragende Stabilität auf. Die Daten der Optik:

Vixen VMC 200L - Einstein

Optisches Design: Maksutov-Cassegrain Spiegelteleskop
Öffnung: 200 mm / 8 Zoll
Brennweite: 1950 mm
Öffnungsverhältnis: f/9.8
FoV EOS in ° 0,65
Auflösungsvermögen: 0,58 “
Tubuslänge: 54cm
Grenzgröße (mag) 13,3
Tubusgewicht: 5,9 kg
Okularauszug: 2″ mit Untersetzung
max. sinnvolle Vergrösserung: 300 x
entspr. max. Okularbrennweite: 6,5mm
min. sinnvolle Vergrösserung: 29 x

Ein First Light gab es auch schon, getsern musste M13 mit 7 Bildern auf ISO400 mit einer Belichtungszeit von je 10 Minuten herhalten.

Hier das Ergebnis:

Ein nahezu unbearbeitetes First Light des Vixen VMC200L

Für eine optimierte Deepskyvariante ist optional ein Reducer&Flattener erhältlich, der die Brennweite auf 1200mm verkürzt und das Öffnungsverhältnis von f/9,8 auf f/6 reduziert. Damit wird das Teleskop ein lang ersehntes Allroundteleskop für so manche Bedürfnisse.

Letztes Wochenende hatte ich „Einstein“ (so heisst der VMC200L) auf dem Taubenberg mit dabei. Eine unvergleichliche Nacht. :€

Der Wagen, Einstein und ich.

Fazit: Mit dem Schnäppchen habe ich ein wirklich gutes Gerät ergattert. Sowohl von der Bauart, der Transportabilität, der Verarbeitung, dem ansprechenden Äußeren und den Ergebnissen bei der Beobachtung und beim Fotografieren bin ich vollkommen überzeugt. Kleiner Tip: Das Übersichtsokular TS WA32 (ein 2″ Übersichtsokular) ist bestens für dieses Instrument geeignet.

Danke fürs Lesen, bis bald wieder mal in diesem Kino.

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