NGC281 – Pacman Nebel

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Photo Details

teleskop Teleskop: Meade 8″ ACF (Frithjof) mit AP Reducer CCDT67, 1.340mm, f/6,7
montierung Montierung: Skywatcher N-EQ6 auf Betonsäule
kamera Kamera: ALCCD8L, RGB 10 * 300s, Ha 4 * 900s, O3 17 * 900s, Ges. 6h 5m
guiding Guiding: Off-Axis-Guiding mit Lodestar
zeit Datum: 2013-09, 2013-09-25, 2013-10-02
info weitere Infos: Ziemlich schwierige Bildbearbeitung für eine Farbkamera mit Filtern.

Dieses Objekt stand seit zwei Jahren auf meiner Wunschliste. Durch widrige Umstände in den letzten Jahren kam es jedoch nie zu einer Aufnahmenserie. Doch das sollte in dieser Saison anders werden.

Natürlich wäre es optimal, diesen Nebel mit einer guten s/w CCD Kamera wie der Moravian G2-8300 abzulichten. Hab ich aber nicht, kommt noch. Also muss man sich mit dem Material behelfen, das man hat. Die Filter für die Moravian hab ich ja schon, also fing ich mit dem Ha Filter an. Der Ha (Wasserstoff alpha) ist einer der drei am häufigsten in der ambitionierten Astrofotografie Szene verwendeten Filter. Diese sogenannten Schmalbandfilter lassen nur einen bestimmten engen Bereich des Lichtspektrums durch. Das hat gegenüber einer Farbkamera wie der klassischen Spiegelreflexkameras oder der Farb-CCD Kameras seine Vorteile. Der Aufwand zur Bildgewinnung per Kamera ist aber ein ganz anderer, und erst die Bildbearbeitung…

Also machte ich in der ersten Nacht meine vier Ha Aufnahmen. Passt soweit. Am 25.09. dann folgten die normalen Farbaufnahmen, nachdem es schon eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, den Mr. Pacman wieder genau und absolut exakt in die gleiche Position zu bekommen. Diese Farbaufnahmen dienten zur Darstellung der Sterne. Und gestern startete ich den finalen Schritt, die Aufnahme von 17 Aufnahmen zu je 900 Sekunden (also je 15 Minuten) mit dem Sauerstoff 3 (O3) Filter. Diese Aufnahmen erkennt man an den grünlich/orangen Bildanteilen. Während mein Kumpel Franz und ich mit unseren Dobsons in der windigen und eiskalten Dunkelheit unterwegs waren (es waren 5 Grad bei eisigem Ostwind), werkelte Zuhause in der Sternwarte die Technik brav vor sich hin. Um 1 Uhr morgens waren die letzten Bilder dann eingefangen.

Insgesamt sieht man hier also über knapp sechs Stunden Belichtung. Ich finde das Ergebnis wirklich gut, zumal es zeigt, was man entgegen anderer Meinungen mit einer Farb CCD und den entsprechenden Schmalbandfiltern doch noch unter unseren Bedingungen rausholen kann.

Bleibt die Frage, ob unser Pacman noch seine Mrs Pacman da oben treffen wird…

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